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madeleine





Die richtigen Schuhe zu jedem Anlass
Verfasst am: 15.02.2009, 03:55

Wer trug die ersten Schuhe? Auf das Jahr genau ist das nicht feststellbar. 1935 fand man in Arnitlund (Dänemark) einen aus einem Stück Leder herausgeschnittenen Lappenschuh. Sein Oberteil wurde durch Lederriemen über einem wahrscheinlich schafwollenen Fußtuch zusammengehalten. Wissenschaftler stellten fest, dass dieser Schuh

ein Alter von mindestens dreieinhalbtausend Jahren hat. Auch der Mensch der Eiszeit besaß bereits eine Fußbekleidung. Wenn er auf das Mammut, das wollhaarige Nilpferd und auf Wildpferde jagte, trug er einen Schutz für seine Füße. Höhlenzeichnungen in Spanien beweisen das.

Aus der jungen Steinzeit Ägyptens sind auf einer Farbenreibplatte von Hierakonpolis Sandalen abgebildet. Später aufgefundene Originale gleichen ihnen. Meist handelt es sich um eine Sohle, die den Fußkonturen angepaßt ist und hinten über dem Fußrücken mit Lederoder Strohriemen befestigt wurde. Von vorn, zwischen dem großen und zweiten Zeh, lief ein zweiter Riemen, der mit dem anderen verbunden werden konnte. Bereits damals war die Form der Sandale einem gewissen Modegeschmack unterworfen. In späterer Zeit trug man den Spitz- (Schnabel-) und Breitschuh.

Allmählich entwickelte sich aus der einfachen Sandale die Kappensandale. An der Ferse und seitwärts sowie an den Zehen hatte die Sohle Kappen und Lappen. Die Söldner der römischen Republik hatten die Sohlen bereits mit Eisennägeln verziert. Funde in ehemaligen Legionslagern bei Homburg illustrieren das.

Doch schon einige Jahrhunderte vorher war aus der Verlängerung des Oberleders der Stiefelschuh entstanden. Im alten Rom wurde das als Barbarei verpönt.

Im Orient, zur römisch-byzantinischen Zeit, bevorzugte man Pantoffeln. Man fertigte sie aus Leder, verzierte sie mit Ornamenten, preßte und ritzte das Leder und unterlegte sie mit bunten Materialien.

In der Folgezeit war die Fußbekleidung der jeweiligen Mode uhterworfen. Es war ein weiter Weg—oft voller Torheiten. Wenn man alte Zeichnungen betrachtet, kann man sich nur wundern, wie die Menschen darin überhaupt laufen konnten.

Bei einem während des Gehens und Stehens fast den ganzen Tag über gebrauchten Körperteil, wie es unser Fuß ist, spielt die Zweckmäßigkeit des Schuhes eine wichtige Rolle. Zu enge und zu spitze Schuhe müssen den Fuß verkrüppeln. Jedes Einzwengen des Fußes ist für das freie Spiel der Zehen, für die Blutzirkulation, die Muskulatur usw. immer schädlich.

Was den Absatz betrifft, so braucht er durchaus nicht ganz niedrig zu sein. Seine Beurteilung und Verurteilung erfordern Sachkenntnis. So gibt es Menschen mit Plattfüßen, die auch mit gutgearbeiteten Schuheinlagen ihre Beschwerden nicht verlieren, solange sie auf zu flachen Absätzen wandeln. Erst wenn man ihnen Absätze von 3 bis 3 '/ 2 Zentimetern gibt, werden sie schmerzfrei. Und es entspringt einer vollkommenen Unkenntnis der Anatomie des Hohlfußes, wenn man auch bei dieser Deformität in ganz flachen Absätzen geht. Das sollen nur Beispiele sein. Der Orthopäde weiß mehr darüber.

Und hier noch einige Grundregeln, die immer beachtet werden sollten: Der Schuh muss in der Länge und Weite passen. Die Länge des Fußes muß im Stehen mit vollbelasteter Sohle gemessen werden. Das ist wichtig, da sich der Fuß bei Belastung streckt und länger wird. Beim Gehen rutscht der Fuß außerdem bei der sogenannten Abwicklung nach vorn. Der Schuh muss daher eine Zugabe in der Länge haben, die zwischen 9 und 15 Millimetern liegt.

Auch die Strümpfe müssen bei der Messung berücksichtigt werden. Beim Kauf von Kinderschuhen sollte beachtet werden: Schuhe mit tief ausgeschnittenem Oberteil, bei denen das Oberteil den Fußrand nicht überdeckt und die Zehenansätze frei läßt, bringen genauso Fußschäden wie Schuhe »auf Zuwachs«, die nicht nur zu lang, sondern auch zu weit sind.

»Vererbte Schuhe« passen in den seltensten Fällen, da sie sich der Fußform des Trägers angepaßt haben.

Zum Schluß noch ein Hinweis, der für alle gilt: Gummischuhe sind bei schlechtem Wetter und bei bestimmten Arbeitsgängen nützlich. Wegen der schlechten Belüftung des Fußes sollten sie jedoch nur stundenweise getragen werden.

Alle diese Dinge sind beim Schuheinkauf zu bedenken. Vergessen Sie ferner nie, sobald die ersten Fußschmerzen auftreten, den Arzt oder Orthopäden um Rat zu fragen. Sonst werden Sie jeden Tag mehr spüren, wo Sie voll Schmerz der Schuh drückt!
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Tags: ersten schuhe, schutz

 
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