Gesichtspflege für Teenager Verfasst am: 01.03.2009, 22:38
Auch mit der Pflege des Gesichts muß bereits in dieser Lebensperiode begonnen werden. Daneben darf körperliche Betätigung nicht fehlen: Sport, Baden, Gymnastik.
Bleiben wir zunächst beim Teint. Besonders bei jugendlichen Menschen gibt es hier sehr oft Probleme. Viele leiden gerade in diesem Alter unter fettiger oder unreiner Haut. Der Spiegel sagt es Ihnen: Nichts wirkt so ungepflegt wie Haut, die Fehler hat!
Jetzt muß unweigerlich der Kampf gegen allzu starkes Glänzen des Gesichts, gegen zunehmende Hautunreinheiten und große Poren einsetzen. Aber schieben Sie es nicht auf die lange Bank. Mißtrauen Sie stets den Ratschlägen: »Heirate erst mal, dann ändert sich das!«
Wie entscheidend gerade in diesem Alter das persönliche Wohlbefinden ist, wird jeder Psychologe bestätigen. Daher muß diesen jungen Menschen geholfen werden. Dazu gehört eine sinnvolle und praktische Schönheitspflege gerade für diese speziellen Fälle. Zur gewissenhaften Pflege der Haut müssen sich noch richtige Ernährung, genügend Schlaf und viel frische Luft gesellen.
Ohne Sauberkeit gibt es keine Schönheit. Wasser ist auch hier eines der wichtigsten Mittel. Also: täglich richtig waschen, den Staub des Alltags gründlich beseitigen und damit die Poren öffnen; die Zähne regelmäßig früh und vor allem abends putzen und, falls nötig, deodorieren.
Sobald Sie Ihren Hauttyp festgestellt haben (siehe Anleitung im Kapitel »Unser schönstes Kleid«), handeln Sie bitte danach. Also niemals experimentieren - vor allem nicht, wenn Sie von Akne vulgaris geplagt sind. Kein Herumdrücken an den Knötchen und Pusteln - sondern stets zum Arzt gehen.
Beim morgendlichen oder abendlichen Duschen die Bürstenmassage nicht vergessen. Trockenmassage mit einer Bürste oder einem Luffaschwamm verrichtet den gleichen Dienst. Nie den Rücken auslassen. Dort siedeln sich gerade bei jungen Menschen Mitesser (Komedonen), Knötchen und Pusteln an. Bürstenmassagen sind eine wirksame Vorbeugung gegen die »Schmarotzer« und fördern zugleich die Durchblutung der Haut.
Am schonendsten reinigen Sie morgens das Gesicht je nach Typ mit milder Seife oder mit Reinigungsmilch. Sie tragen die Emulsion mit den Fingerspitzen auf und verreiben sie dann zart kreisend (Gesicht und Hals). Nach einiger Zeit nehmen Sie mit viel Wasser den Rest fort. Ein neutrales oder leicht sauer abgestimmtes Gesichtswasser darf noch folgen. Halbfette Tagescreme oder ein Hauch Fettcreme bilden den Abschluß. Nehmen Sie bitte nie zuviel davon. Ein dünner Film schützt vor Staub und den Unbilden der Witterung.
Ohne die abendliche Gesichtsreinigung nie zu Bett gehen. Auch hier wieder Seifenwäsche (gut nachspülen!) oder Reinigungsmilch.
Nun etwas Nährcreme auftragen, einziehen lassen und die Reste entfernen.
Make-up oder nicht Make-up? ist hier die Frage. Wennschon, dann nur auf gesunde Haut und stets sehr diskret. Nie darf es das Charakteristische des Gesichts verdecken. Vorzüge sollten sanft unterstrichen werden, kleine Mängel gleicht man behutsam aus.
Chic — wissen Sie überhaupt, was Chic ist? Im Wörterbuch steht darüber: »Gewandtheit — Kunstgriff — Kniff «. Ist es das auch wirklich? Das Wort Chic ist fast zweihundert Jahre alt. Ein vergilbtes Büchlein verrät uns über seine Entstehung folgendes: »Um die Mitte des 18. Jahrhunderts lebte in Paris der Maler Maurus Chicque. Seine Bilder waren eine Sensation. Und jeder, der sie betrachtete, rief begeistert und beglückt: >Das ist Chicque?!«< Damit wurde das Wort ein Begriff. Es fand seinen Weg vom Montparnasse hinaus in die Welt. Und alles, was schön, interessant, künstlerisch und neuartig war — alles das galt als »chic«!
Chic besaß jene Wienerin, die im Jahre 1908 in Halbschuhen zum Kaffee erschien. Man war entsetzt! »Seit wann geht man in Morgenschuhen aus?« hieß es tadelnd in einer Modenschrift. Doch es dauerte nicht lange, da hatte das hohe Knopfstiefelchen einen reizenden Bruder: den Halbschuh.
Die Wespentaille war der letzte »Chic« unserer Großmütter. Dabei schnürten sich besonders eitle Damen so fest, dass sie davon ohnmächtig wurden. Der »Kölner Stadtanzeiger« brachte am 20. Juni 1888 darüber folgende Notiz: »Wieder einmal brach gestern eine Dame, welche sich in ihren Schnürleib gepreßt hatte, ohnmächtig zusammen. Man schaffte sie nach dem Bürgerhospital, wo sie sich, nachdem man die Umwallung beseitigt hatte, erst nach und nach wieder erholte. Wir teilen den Fall nicht etwa zur Warnung mit, weil diese doch keinen Erfolg haben würde, sondern als Fingerzeig für die, welche in Zukunft ohnmächtigen, dem Sterben nahen Damen Hilfe leisten. «
Chic braucht nicht etwa teuer zu sein.
Meist ist Chic etwas Einmaliges, das nur ein bestimmter Typ tragen kann. Es muß individuell sein — keine Massenware. Das erkannte bereits Sappho, die griechische Dichterin, als sie schrieb: »Ein neuer Faltenwurf kann zur Göttin machen, aber auch zur Geschmähten! «
Das gleiche gilt übrigens für das Make-up.
Schlafen Sie sich schön. Auch wenn Sie glauben, mit weniger als acht Stunden auszukommen, dann ist das auf die Dauer für Ihr Aussehen abträglich. Der Schmelz der Jugend beginnt viel zu rasch zu verblassen, die Haut wird müde, das Haar glanzlos.
Wichtig ist gerade in Ihrem Alter die richtige Ernährung. Ihr Körper — damit also auch Ihre Haut! — braucht Aufbaustoffe: Gemüse, Obst, Eier, Milch, Joghurt, Quark, mageres Fleisch, Knäckebrot — um nur einige zu nennen. Besonders von Pickeln und Pusteln Geplagte sollten sich einen entsprechenden Magenfahrplan vom Arzt diktieren lassen.
Treiben Sie Sport! Das ist Schönheitspflege für den ganzen Körper.
Glauben Sie nie, schön genug zu sein. Noch sind Sie ja frisch und elastisch. Aber Zufriedenheit ist Rückschritt in diesem Falle. Denken Sie daran: Was wird morgen sein? Daher beginnen Sie, auch wenn Sie erst siebzehn sind, noch heute für Ihr späteres Aussehen und Wohlbefinden zu arbeiten. _________________