Gymnastikübungen für Arme und Hände Verfasst am: 14.01.2009, 04:29
Wie oft stellen wir fest, dass Arme und Hände verkrampft und schlecht durchblutet sind. Je nach Berufsart werden sie überlastet oder nur einseitig in Anspruch genommen. Wir erwachen und jammern: »Krampf, laß nach!« Lockerungsübungen wie die folgenden sind gut für unsere armen Arme und müden Hände.
Sie stehen in Schrittstellung, heben die Arme schulterhoch nach vorn, als würden Sie mit aller Kraft an einem Seil ziehen. Jetzt nehmen Sie die Schultern langsam zurück und verlagern dabei das Körpergewicht auf den hinteren Fuß. Zehnmal.
Sie stehen aufrecht. Der Kopf ist gehoben, der Bauch eingezqgen. In jeder Hand tragen Sie eine Flasche. Die Arme werden in Schulterhöhe gehoben. Nun drehen Sie die Flasche aus dem Handgelenk nach oben und langsam wieder nach unten. Zehnmal.
Halten Sie beide Hände mit den Handrücken gegen das Gesicht. Sie stützen dabei die Ellenbogen auf. Lassen Sie nun beide Hände aus
dem gelockerten Handgelenk fallen und schnellen Sie sie sogleich wieder kräftig nach oben. Aber bitte ganz locker. Der Antrieb kommt aus dem Handgelenk. Mindestens fünfzehnmal.
Sie stehen eine Armlänge von der Wand entfernt, pressen die Handflächen mit geschlossenen Fingern gegen die Wand. Die Arme müssen dabei einen rechten Winkel zum Handrücken bilden.
An sich ist das Daumendrehen ein Zeichen der Behäbigkeit — hier wird es zu einer guten Übung. Strecken Sie den Daumen von den ausgestreckten, aneinandergepreßten Fingern ab und rollen ihn langsam im Kreis. Einmal von innen nach außen, dann umgekehrt. Und das so oft Sie Zeit dazu haben.
Stellen Sie sich vpr, Sie müßten erst mit der linken, dann mit der rechten Hand eine Apfelsine auspressen. Drücken! Fester! Diese Übung, die es in sich hat, bitte fünfmal.
Falls Sie jetzt etwas müde sein sollten — oder überhaupt oft matt sind —, sei Ihnen die Frage beantwortet: »Was kann ich gegen Müdigkeit tun?« Hier gleich die Antwort: »Arbeiten Sie sich öfter müde!« Regelmäßige körperliche Betätigung steigert die Leistungsfähigkeit. Je mehr Sie tun, desto mehr können Sie tun! Und falls Sie sich gymnastisch betätigen, dann sind Sie bereits auf dem besten Wege, diese Müdigkeit zu bekämpfen.
Organische Störungen, die Mattigkeit verursachen können (Herzfehler, Schilddrüsenunterfunktionen, Diabetes usw.), sollen hier ausgeschlossen sein, denn da hilft nur eine sachkundige ärztliche Behandlung.
Der Grad der Müdigkeit nach Anstrengungen ist bei den Menschen
unterschiedlich. Der Grund liegt in der jeweiligen körperlichen Verfassung. Versuche haben ergeben, dass Menschen, auch wenn sie nur etwas Sport trieben (Schwimmen, Gymnastik usw.), im Durchschnitt etwa 25 Prozent mehr leisteten. Jedenfalls steht fest, dass körperliches Wohlbefinden viel leichter eine Ermüdung überwindet.
Ermüdung ist nicht allein eine Muskelangelegenheit, auch das Nervensystem spielt dabei eine wesentliche Rolle. Als kleiner Beweis dieses Beispiel: Angesichts einer jähen Freude oder einer Gefahr verfügen erschöpfte Menschen plötzlich über ungeheure Energien. Bei Tests wurde festgestellt, dass die meisten Menschen unwissentlich und automatisch in ihren Anstrengungen nachlassen, sobald sie ungefähr 50. Prozent ihrer Leistungsfähigkeit erreicht haben. Versuchspersonen erhielten die Anweisung, Gewichte mit ausgestrecktem Arm so lange wie möglich zu halten. Nach einer Pause wurden ihnen vollständig harmlose Mittel gereicht, die angeblich ihre Energie steigern sollten. Daraufhin zeigten sie fast doppelt soviel Ausdauer.
Daraus ergeben sich folgende Richtlinien: Falls Sie gesund sind (was der Arzt feststellen muß!), bringen Sie sich durch regelmäßige körperliche Betätigung in Form. Nehmen Sie keine aufputschenden Mittel (überstarker Kaffee!), sondern vertreiben Sie die Mattigkeit durch Gymnastik. Überprüfen Sie einmal Ihre Einstellung zur Arbeit. Wieviel Sie leisten können, hängt davon ab, wieviel Sie sich zutrauen! _________________