Was hilft bei eingewachsenen Nägeln? Verfasst am: 10.02.2009, 00:37
Selbst der nervenstärkste Mensch schreit auf vor Schmerz, wenn man ihm versehentlich auf den Fuß tritt, an dem sich eine Zehe mit einem eingewachsenen Nagel befindet. Kein Wunder — denn in diesem Augenblick hat er das Gefühl, dass bei ihm tausend Nervenendigungen in Flammen stehen.
Die Ursache dieses oft hartnäckigen Leidens sind wiederum in den meisten Fällen zu enge Schuhe. Durch den Druck wird der harte Rand des Nagels in die darunterliegenden Weichteile gepreßt. Auch zu hohe Absätze können das gleiche bewirken. Hier geschieht es, dass der vordere Teil des Fußes nach vorn und unten geschoben wird. Da die große Zehe der am weitesten vorstehende Fußteil ist, wird sie am meisten gefährdet. Ein weiterer Grund für eingewachsene Nägel ist das falsche Verschneiden der Nägel. Sie müssen in Spatenform geschnitten werden — auch wenn das nicht ganz schick ist. Bereits bei den Kindern sollte man darauf achten, nicht die Ecken der Nägel herauszuschneiden, sonst gibt es einen Dauerschaden.
Haben Sie das alles versäumt, kommt es oft zwangsläufig zu schmerzvollen Schwierigkeiten. Der Nagelfalz schwillt rot an. Steigert sich die Entzündung, steigert sich der Schmerz. Eiter bildet sich, es kann zu Blutungen kommen. Jetzt kann nur der Arzt helfen. Wenn kein entzündlicher Prozeß vorhanden ist, genügt eine Behandlung beim Fußpfleger. Im Anfangsstadium können wir uns selbst helfen:
Die beginnende Entzündung mit Kamillenbädern lindern.
Ein kleiner Streifen Mull, mit geschickter Hand unter den betroffenen Nagel geschoben, mildert den Druck. Dadurch kann der Nagel auch zur Seite wachsen. _________________