Was kann man gegen Mundgeruch machen? Verfasst am: 29.01.2009, 06:37
Wenn Nero Gäste einlud, mußten sie zuvor im Vorraum gurgeln. Es standen dazu parfümierte Mundwässer bereit. Über den Erfolg kann man geteilter Meinung sein; denn bei jenem Mundgeruch, von dem hier die Rede sein soll, kann Mundwasser nur übertünchen — sonst nichts.
Bei unreinem Atem, der durch Zwiebelessen, starken Nikotingenuß oder andere »nachhaltige« Speisen und Getränke entsteht, sind desodorierende Mittel am Platze. Chlorophylltabletten — oft genügt auch ein Pfefferminzbonbon — sind stets hilfreiche Begleiter in der Handtasche oder im Jackett. Zu Hause helfen Zähneputzen und ein Mundwasser.
Doch nun zum Mundgeruch, der eine tiefere Ursache hat. Wo liegen hier die Wurzeln? Es kann an schlechten Zähnen liegen, an Magenstörungen, Erkrankungen der Nase, der Stirnhöhle oder an Mandeleiterungen. Auch auf Stoffwechselstörungen deutet schlechter Mundgeruch. Weniger bekannt, aber sehr wichtig zu wissen ist, dass sich in manchen Fällen durch Erkrankungen an den Speicheldrüsen, die sich in der Mundhöhle befinden, diese unangenehme Erscheinung entwickeln kann. Alle diese genauen Ursachen kann letztlich nur der Arzt feststellen. Nach seiner Diagnose wird er eine Therapie anordnen, die dem Betroffenen wieder zu reinem Atem verhilft.
Um nochmals zu wiederholen: Entsteht der Mundgeruch durch Speisen und Getränke, dann helfen Mundpillen, Gurgeln und Zähneputzen. Sind es krankhafte Erscheinungen, wird der Arzt das primäre Übel bekämpfen und damit gleichzeitig den Mundgeruch beseitigen.
In der Antike war übler Mundgeruch ein Grund, seinen Träger
von wichtigen Posten auszuschließen. Denn Mundgeruch ist nicht nur unangenehm für den Betroffenen, sondern auch für seine Umgebung. Darüber hinaus kann er eine ernste Berufsstörung bedeuten.
Machen Sie doch bitte selbst einmal die Probe aufs Exempel: Sie atmen tief ein, halten die hohle Hand vor den Mund, atmen langsam aus — und machen dann die Duftprobe. _________________