Was tun bei Karies? Verfasst am: 27.01.2009, 02:54
Zahnfäule ist eine heimtückische Zahnerkrankung. Heimtückisch deshalb, weil sie andere Krankheiten auslösen kann. Ihren Ursprung hat sie im Zusammenspiel von Bakterien und chemischen Vorgängen. Das geschieht so: Speisereste (vor allem Milch, Zucker, Kartoffeln und Brot) bleiben zwischen den Zähnen hängen, geraten in Gärung, bilden Säuren und greifen den Zahnschmelz an. Und weiter geht ihr Zerstörungswerk: Das Zahnbein wird angeknabbert, und schließlich ist das Zahnmark erreicht. Nun befinden sich die Bakterien auf idealem Nährboden. Der Zahn, der anfangs schmerzte, hat sich beruhigt, denn sein Nerv ist tot und unempfindlich geworden.
Und jetzt schickt dieser Eiterherd seine gefährlichen Erreger ins Blut. Er kann Herz-, Nieren- und Kreislauferkrankungen auslösen und fördern und außerdem der Grund für Rheumatismus und manchmal sogar für Augenschäden sein. Nahezu 90 Prozent aller Menschen sind von diesem Zerstörer bedroht.
Was kann man dagegen tun? Ist die Karies fortgeschritten — nichts. Im Mittelstadium kann man sie zum Stillstand bringen. Vorbeugen und Frühbehandlung sind bis heute die besten Waffen. Jeder einzelne hat es in der Hand, seine Zähne gesund zu erhalten und sie gegen Karies zu schützen. Also: vorbeugen vom 3. Lebensjahr an, tägliche Zahnpflege, wenig Süßigkeiten und schon gar keine im Bett, richtige Kost, richtiges Kauen und immer wieder ausreichende intensive Zahnpflege.
Auch die »dritten Zähne« erwarten eine dauernde Pflege. Unter der Prothese können sich Krankheitskeime ansammeln und manchen Kummer bereiten. _________________