Wie wird Make-up richtig aufgetragen? Verfasst am: 16.02.2009, 23:25
Stets müssen die Farbe des Haares, der Augen sowie das natürliche Pigment und die Kleidung mit der Tönung in Einklang gebracht werden. Das Wangenrot wird mit dem Lippenrot und die Tusche der Augenwimpern und Augenbrauen mit der Augenfarbe abgestimmt.
Viele Fragen drängen sich sofort auf. Wie macht sich eine Frau wirklich schön? Was ist dagegen für ein vollendetes Make-up verboten? Vielleicht wäre es ganz praktisch, Ihnen zunächst einmal alles zu nennen, was Sie nicht machen dürfen:
Nie zuviel des Guten tun. Teintgrundierung, Rouge, Lippenrot, Augenbrauenstift, Wimperntusche stets nur in Maßen auftragen, sonst sehen Sie angestrichen, aber nicht gepflegt aus.
Verwenden Sie nie Farben, die nicht zusammen passen. Nagellack und Lippenstift dürfen auf keinen Fall kontrastieren. Schminken Sie sich nie eine Maske. Das geschieht immer dann, wenn das Make-up genau am Hals aufhört und wenn der Haaransatz an den Schläfen einen dunklen Schminkrand bekommt.
Verteilen Sie nie den Puder fleckig: Am Nasenrand sitzt sonst ein bräunlicher Rest, und in den Mundfalten »klebt« es.
Versuchen Sie nie, ein altes Make-up auszubessern — also nie neues Rouge auf altes!
Bereiten Sie sich keinen verschmierten Mund. Das geschieht nicht, wenn man das aufgetragene Lippenrot nach einigen Minuten mit einem Spezialblättchen abnimmt.
Wie kann dagegen eine Frau das Beste aus sich machen?
Immer muss sie den Mut haben, sie selbst zu sein. Also niemals andere kopieren. Sie sollten nichts anderes tun, als Ihren Typ hervorzuheben, ihre individuelle Persönlichkeit zu unterstreichen. Vergessen Sie das niemals. Und wenn Sie sich kritisch und selbstbewußt betrachten, werden Sie sicher das Richtige aus sich herausholen.
Beim Make-up gibt es Punkte, die besonders betont sein wollen: Augen und Mund. Das Auge unterstreicht die äußere Schönheit, und was den Mund betrifft — da gibt es keinen Zweifel. Übrigens: Wußten Sie, dass ein Lippenstift nie ein Geschenk ist, sondern eine Leihgabe? Die Männer holen sich ihn nach und nach wieder zurück!
Vergessen wir die Augenbrauen nicht. Sie sind eine ungemein' wichtige Linie und haben fast architektonischen Wert. Schließlich können sie das ovale Gleichgewicht des Gesichts herstellen oder zerstören. Sie betonen ferner die obere Gesichtshälfte und weisen damit auf die Augen hin, wie ein Rahmen auf sein Gemälde.
Ob nun Mund oder Auge oder beides unterstrichen werden muß, wird individuell entschieden werden. Bei Augenfehlern beispielsweise wird das Augen-Make-up auf ein Mindestmaß beschränkt, um diesen Schönheitsfehler nicht noch in den Mittelpunkt der Betrachtung zu rücken: Hier kann der Mund Blickfang sein.
Und nun endlich ans Werk!
Sie brauchen Teintgrundierung, Rouge, Puder, Puderpinsel, Lidstift, Konturenstift, Lippenstift, Gesichtstücher, Watte und Zellstoff. Einen guten Spiegel natürlich auch, dazu ausreichende Beleuchtung und etwas Geduld.
Das Gesicht muss gut gereinigt sein. Sie verwenden ein für Ihren Hauttyp geeignetes Präparat.
Für die normale Haut:
Reinigungsmilch,
ein Reinigungsöl
oder eine Reinigungscreme
für die fettige Haut:
Reinigungscreme
für die trockene Haut:
Azulenöl oder Reinigungsmilch
für die Mischhaut:
trockene Stellen wie trockene Haut, fettige Stellen wie fettige Haut behandeln;
für die alternde Haut:
Reinigungscreme.
Nach leichter Massage werden die Reinigungspräparate — falls noch ein Überschuß vorhanden ist — mit etwas Zellstoff (Gesichtstuch) abgenommen.
Als Untergrund des Make-up verlangt die trockene Haut ein Feuchtigkeitspräparat. Die anderen Hauttypen benutzen eine Halb- fettcreme.
Nun kommt die Teintgrundierung an die Reihe.
Sie wählen ein Grundierungsmittel in flüssiger Form oder Cremeform. Auch die kombinierten Präparate sind sehr beliebt.
Beachten Sie unbedingt, dass die Farbe der Teintgrundierung zu Ihrer Hautfarbe paßt. Das Präparat soll leicht färben und, falls es nötig ist, kleine Hautmängel überdecken. Das Grundierungsmittel wird dünn und gleichmäßig aufgetragen. Wichtig ist, dass dabei die Übergänge zu Haar, Ohren, Hals und Brustansatz beachtet werden. Man verwischt sie zart.
Lieben Sie Rouge? Falls Sie blühend aussehen, können Sie darauf verzichten. Sonst tupfen Sie 2 bis 3 Tüpfelchen auf den höchsten Punkt des Jochbogens. Man darf die Anwendung nur ahnen — niemals deutlich sehen. Das geschieht so: Die Pünktchen verreiben Sie ganz, ganz sacht. Bei vollem Gesicht streichen Sie das Rouge oval auf die Wangen. Ist Ihr Gesicht schmal, verteilen Sie mehr nach oben.
Puder gibt dem Make-up den letzten Schliff. Bitte beachten Sie dabei, dass er farblich zur Teintgrundierung paßt. Der Puder soll lediglich die etwas glänzenden Partien — Kinn, Nase und Stirn — mattieren. Mit sauberer Watte (besser ist ein Puderpinsel) stäuben Sie einen Hauch Puder auf und pressen ihn mit sanftem Druck an. Begonnen wird immer am Kinn, unter den Augen darf nicht gepudert werden. Nun wenden Sie die Watte oder benutzen den Pinsel und nehmen damit den Überschuß fort.
Um Ihnen jede Scheu vor dem »Schminken« zu nehmen, können Sie auch als Abschluß folgenden Trick anwenden: Sie feuchten einen Wattebausch an, pressen ihn gut aus und tupfen ganz vorsichtig über das ganze Gesicht. _________________