Wissenswertes über ein medizinisches Bad Verfasst am: 19.02.2009, 20:18
Nicht immer braucht das Bad nur der Reinigung zu dienen. Man kann es auch zu einem Fest machen. Gönnen Sie sich und Ihrem Wohlbefinden von Fall zu Fall etwas Luxus - der eigentlich schon längst keiner mehr ist.
Die Zahl der kosmetischen Badeverfeinerungen ist vielfältig: Salze, Extrakte, Tabletten, Emulsionen oder Öle. Sie duften nicht allein, sie kräftigen auch und beleben den inneren und äußeren Menschen. Die
Haut nimmt Wirkstoffe, die im Wasser gelöst werden, zum Teil auf und leitet sie ins Körperinnere weiter.
Schaumbäder reinigen nicht allein porentief, sie sind auch hautschonend.
Man kann auch 2 bis 3 Eßlöffel Kölnischwasser für ein Vollbad nehmen.
Beruhigend und nervenstärkend, zugleich hautglättend sind Bäder mit Kiefernadel-, Latschenkiefer- oder Tannenextrakt.
Das einfache Solebad bewährt sich immer wieder bei allgemeinen Erschöpfungszuständen. Wir nehmen 1 Paket einfaches Kochsalz oder Staßfurter Salz je Vollbad.
Ab und zu sollten Sie Ihrer Haut ein Ölbad schenken. Sie reiben sich vor dem Bad mit einem Hautöl ein oder setzen es dem Badewasser zu. Wenn Sie dann aus der Wanne steigen, werden Sie sich wie die schöne Helena fühlen, die bereits die Wohltaten der Ölbäder kannte.
Unübertroffen bleibt jedoch das Kräuterbad. Alle Aufgüsse werden auf die gleiche Art bereitet. Aus 250 Gramm Kräutern wird ein Sud gekocht und dann dem Vollbad zugesetzt. Die Teereste können außerdem noch in einen Damenstrumpf gefüllt werden. Wenn Sie sich damit abreiben, freut sich Ihr Körper doppelt.
Gegen unreine Haut hilft Kamille. Auch Lindenblüte wirkt beruhigend, heilend und schweißtreibend.
Pfefferminze regt Haut und Nerven an.
Heublumen öffnen die Poren und eignen sich für schlaffe, schlecht durchblutete Haut.
Förderlich für gute Hautdurchblutungen sind ferner Rosmarin und Wermut. Zugleich werden Schlacken abgetragen und Runzeln wirksam bekämpft.
Salbei und Eichenrinde ziehen die Poren zusammen.
Zinnkraut heilt und regt das Bindegewebe der Haut an.
Es gibt spezifische Bäder, die Eisen, ätherische Öle usw. enthalten und einen günstigen Einfluß auf den Organismus der Frau bei Ermüdungserscheinungen und klimakterischen Beschwerden ausüben.
Humussäure- und Salizylsäurebäder haben sich bei allen Formen der rheumatischen Erkrankungen, Muskelschmerzen nach sportlichen Anstrengungen und Sehnenscheidenentzündungen bewährt.
Heilbadezusätze von Heublumen helfen bei Furunkeln, Frostschäden und Neuralgien.
Medizinische Bäder
Nur ein Arzt kann raten, welches Ihnen hilft. Eine Ausnahme bildet die Wasserheilbehandlung- Die Hydrotherapie, die Kaltwasseranwendung nach Kneipp, ist an keine Sondereinrichtungen gebunden.
Sebastian Kneipp (1821-1897) erlangte mit seiner Wassertherapie Weltruhm. Sein einziges Medikament ist das Wasser. Der Grundsatz, nach dem es angewendet wird, ist der, dass man nicht Krankheiten behandelt, sondern Kranke, also keine einzelnen Krankheitszeichen, sondern den ganzen Körper. Das Wasser wirkt hierbei als Reiz, auf den der Organismus mit einer Reaktion antwortet.
Sprechen Sie über alle Einzelheiten mit Ihrem Arzt. Hier soll nur eine einzige Anleitung vermerkt werden, weil sie die Durchblutung ganz besonders anregt:
Sie nehmen ein Waschbecken mit kaltem Wasser, tauchen zunächst langsam die Fingespitzen ein, dann die Hand, den Unterarm und zum Schluß den Oberarm bis zur Mitte. Erst den rechten Arm, dann den linken. Das Zimmer muß unbedingt bei diesem Armbad, das nicht länger als 30 Sekunden dauern darf, warm sein.
Auch die Sauna soll nur kurz gestreift werden. Die Sauna ist ein wahrer Gesundbrunnen. Wer sie einmal ausprobiert hat, schwört auf sie. Aus der Vielzahl ihrer Wohltaten für unseren Körper sei nur diese erwähnt: Die Wechselwirkung des Bades regt in erhöhtem Maße die Durchblutung der Haut an, die Talgpfropfen, die so oft die Poren verstopfen, werden gelöst und weggeschwemmt, die Hautatmung ist wieder völlig ungehemmt und frei. Aber fragen Sie zuerst den Arzt, bevor sie den »Jungbrunnen« besuchen. _________________